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Untere Naturschutzbehörde
Landkreis Rügen
Billrothstraße 5
18528 Bergen auf Rügen
Landesregierung Mecklenburg - Vorpommern
Umweltministerium
Postfach
19026 Schwerin

Stellungnahme gegen die Ausgliederung aus dem Landschaftsschutz Ostrügen und
Antrag auf Ausweisung in Naturschutz, als Biosphärenreservat oder in Naturpark

Die Gemeinde Lohme hat 600 Einwohner und liegt im nördlichen Teil der Halbinsel Jasmund auf Rügen. Es ist eine der reizvollsten Landschaften Deutschlands. Sie wurde deswegen 1963 unter Landschaftsschutz gestellt. Im Regionalen Raumordnungsprogramm Vorpommern wurde diese Landschaft 1998 verbindlich als Vorsorgeraum für Naturschutz und Landschafts-
pflege ausgewiesen. In der Verordnung steht: "die besondere Vielfalt, Eigenheit und
Schönheit von Natur und Landschaft der Region Vorpommern sollen bewahrt und als Potentiale für eine hohe Wohn- und Lebensqualität ihrer Bewohner und Gäste genutzt werden. Der Zersiedelung der Landschaft ist entgegenzuwirken. Kennzeichnende Ortsbilder sollen erhalten bleiben. Der ästhetische Wert und der Erholungswert Rügens ist zu erhalten und zu steigern. Die prägenden Landschaftsstrukturen des Küstengebietes sollen erhalten und geschützt werden."

Lohme gehört nach dem regionalen Raumordnungsprogramm Vorpommern zu den störungs- armen Landschaften, die zum Schutz störungsempfindlicher Tier- und Pflanzenarten erhalten werden sollen. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine großräumige Fernhaltung von Störungen für sensible Arten überlebensnotwendig sind. Zusammen mit dem benachbarten Nationalpark finden seltene Tiere und Pflanzen auf unseren Weideflächen einen idealen Lebensraum. Auf dem Telekomgelände besteht seit Jahren eine naturverträgliche Landnutzung durch Schafbeweidung. Auch der Wiedehopf findet auf diesen Schafweiden seine Insekten. Seeadler, Roter Milan, Kraniche, Rotbauchunke, Laubfrosch, Kreuzotter, Schlingnatter haben ein reichhaltiges Nahrungsangebot auf Wiesen, Feldern, Wäldern und Gewässern in Ranzow und Lohme. Streuobstwiesen, großes Zweiblatt und breitblättriges Knabenkraut würden ebenfalls vernichtet werden.

75 % unserer ländlichen Bevölkerung lebt vom Tourismus. Der größte Teil davon sind private Vermieter. Ihnen würde die wirtschaftliche Existenz durch eine Großbebauung genommen werden. Außerdem widerspricht eine quantitative Ausdehnung von Bettenunterkünften dem Tourismuskonzept des Landes M-V. Es gibt keine stichhaltigen Gründe für eine Bebauung im Außenbereich. Es sind nur wirtschaftliche Interessen einiger Personen, die an der reizvollen Landschaft verdienen wollen.

Die Ausweisung als Naturschutzgebiet, Biosphärenreservat oder Naturpark würde der einheimischen Bevölkerung einen wirtschaftlichen Vorteil bringen, denn Ruhe und Natur ziehen die Gäste an. Wir bitten den Landkreis und die Landesregierung deshalb, gemäß der Gesetzeslage diese Landschaft besser zu schützen, ihr den Status Naturschutzgebiet, Naturpark oder Biosphärenreservat zu verleihen.

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